Geschichte der Abteilung Badminton

Aus TSV 07 Iphofen e.V.
Wechseln zu: Navigation, Suche

zurück


Gründung der Badmintonabteilung im TSV Iphofen

"Vorwort"

Das elegante Spiel mit dem Federball hat auch in Iphofen viele begeisterte Anhänger gefunden. Badminton mit einen 5 g leichten Naturfederball und einen 80-100 g leichten Racket (Schläger) aus Leichtmetall bis Materialien aus der Raumfahrttechnik, ist trotzdem kein "Federleichtes" Spiel. Es ist eine Sportart, die von den Spielern/innen ein Höchstmaß an Konzentration und Reaktionschnelligkeit verlangt. Enorme Reaktion, Temperament, Trickreichtum, vorzügliche Ausdauer und nicht zuletzt Kraft zeichnen den guten Spieler aus.

In unserer Sparte betätigen sich Damen, Herren,Schüler und Jugendliche. Zu einer Mannschaft gehören mindestens vier Herren und zwei Damen. Da die kleinste Luftbewegung ein genaues Spiel unmöglich macht, wird Badminton Wettkampfmäßig nur in der Halle gespielt. Wer Badminton als Zuschauer einmal bei einem Verbandsspiel erlebt, wird überrascht sein, wie sehr sich unser Spiel von dem oft etwas belächeltem „Freizeit-Federball“ unterscheidet.


1959 - 1962

"Iphöfer Gündungsfamilie"

Die Gründung unserer Badminton-Abteilung ging von Alfons Schorr aus. Dieser war bis 1962 Spartenleiter. Alfons Schorr schaute sich mit der Familie Grauvogel auf der Unterfränkischen Meisterschaft Ende 1959 sein erstes Federballspiel an. Schon im Januar 1960 wurden die Federballabteilungen Jahn Würzburg und der BC Kirchheim eingeladen und sie führten in Iphofen ein Werbespiel vor. Mit 15 Spielern wurde daraufhin die Badmintonabteilung gegründet (anmeldung im Bayrischen Badminton Verband).

Die Abteilungsleitung

Gewählt wurden zum Spartenleiter Alfons Schorr, zum Stellvertreter Hans Muth, zum Jugendleiter Adalbert Dietz, zum Schriftführer Helmut Ostroschik (Vertretung Doris Grünewald) und zum Kassier Erhard Grauvogel. Zu den folgenden Verbandsspielen konnten eine Senioren- und eine Jugendmannschaft in den Spielbetrieb gemeldet werden.


Die ersten Mannschaftsaufstellungen

Senioren

Herren:

  1. Alfons Schorr
  2. Dr. Rahn
  3. Helmut Ostroschik
  4. Kurt Schlossbauer,

Damen:

  1. Elfriede Mauderer
  2. Renate Liebst.

Jugend

Herren:

  1. Horst Wandser
  2. Horst Altenhöfer
  3. Ralph Seufert,

Damen:

  1. Doris Grünewald
  2. Denis Seufert.

Im Gründungsjahr spielte die 1. Seniorenmannschaft in der B-Klasse Unterfranken. Sie musste hier erwartungsgemäß nur Lehrgeld zahlen.Bereits ein Jahr später konnten erste Punkte auf der Habenseite verbucht werden. Alfons Schorr zog sich aus der Abteilungsführung zurück und Hans Muth trat an seine Stelle.


1962 - 1984

Wechsel der Abteilungsleitung

In der Zeit von 1962 bis 1984 übernahm Hans Muth das Amt des Übungs- und Abteilungsleiters.

In der Folgezeit gab es bei Badminton einen regen Mitgliederzuwachs. 1964 konnte eine zweite Mannschaft an den Verband gemeldet werden. In der Spielsaison 1968/1969 brachte die 1. Mannschaft den Vizemeistertitel mit nach Iphofen und ein Jahr später die Meisterkrone. Der Aufstieg in die A-Klasse(jetzige Bezirkliga) war gesichert.

Den größten Erfolg erreichte die Abteilung 1971: Sie wurde ungeschlagener Meister in der A-Klasse der Bezirksliga Unterfranken und schafften den Aufstieg in die Frankenliga.

In der Aufstiegsmannschaft spielten:

Ralph Seufert, Gottfried Pfeuffer, Horst Pfeuffer, Manfred Eydel, Georg Neubert, Abteilungsleiter Hans Muth, Regina Roth und Agnes Muth,

In der Frankenliga konnte man sich erwartungsgemäß nur auf den unteren Tabellenrängen bewegen und 1974 spielt die Mannschaft wieder in der A-Klasse Unterfranken.

Turniererfolge bei den Unterfränkischen Meisterschaften:

1962 Herrendoppel Ralph Seufert - Adalbert Dietz

1967 Herrendoppel Ralph Seufert - Manfred Eydel

1968 Mixed Ralph Seufert - Christel Seufert

1969 Herreneinzel Karl-Heinz Waldow

1969 Herrendoppel Manfred Eydel - Ralph Seufert

1981 Herrendoppel Wolfgang Werner – Klaus Werner

Schwierig war häufig die Nachwuchssituation bei Schülern undJugendlichen. Dem begegneten wir mit wiederholten Werbeaktionen.

Zum Jubiläumsjahr 75 Jahre TSV 07 Iphofen, veranstalteten wir 1982 mit unseren Sportfreunden aus Albertshofen und Regen ein Freundschaftsturnier. Rahmenprogramm dazu war am Abend eine Weinprobe, ein Museumsbesuch im Rathaus Iphofen und eine Stadtführung um die Wehranlagen Iphofen.

Im gleichen Jahr bemühten wir uns um einen zweitenTrainingsabend. Diesen konnten wir zusammen mit dem TSV Albertshofen in der neuen Mainbernheimer Sporthalle belegen.

In der Spartenversammlung 1983 legte unser langjähriger Spartenleiter Hans Muth (nach 21 Jahren), sein Amt wegen anhaltender Differenzen aus einer Spielergruppe nieder. Nach einer Abstimmungsniederlage wegen Mannschaftskleidung, legte diese Gruppe noch während der Versammlung, ihren Austritt aus dem Verein auf den Tisch. Diese acht Kündigungen brachte die Abteilung in Schwierigkeiten, da sie mitten in der Verbandsrunde erfolgten. Doch hier zeigte sich was Zusammenhalt ist. Jeder Reservespieler legte sich ins Zeug. Spieler die schon vor Jahren aufgehört hatten, boten Hilfe an. Wir brachten die Runde zu Ende ohne ein Spiel absagen zu müssen. Konnten in der Saison 1983/84 aber den Klassenerhalt nicht sichern.

In dieser Situation übernahm Werner Hack kommissarisch die Verantwortung über die Abteilung.

Trotz dieses Rückschlags war die Badmintonabteilung in diesem Jahr sehr aktiv.

Sie reiste zu Freundschaftsspielen mit 2-Tagesausflug nach Detmold im Mai und im Juni nach Regen. Weiter wurde das Spessartpokalturnier in Goldbach und das Winzerfestturnier in Bensheim/Weinstraße besucht.

An den Ufr. Meisterschaften in Schweinfurt für Senioren nahmen Spieler aus unserer Abteilungteil.

Bei den Ufr. Meisterschaften für die Jugend waren wir bei zwei Turnieren vertreten. Die beste Platzierung war ein 5. Platz im Herreneinzel

Zum erstenmal wurde ein Zelt-Wochenende für die Jugend organisiert.

Seit 1983

wird die Badmintonabteilung nun von Werner Hack geleitet.

In den Neuwahlen 1984 formierte sich die neue Führung mit:

Werner Hack als Abteilungsleiter, Rainer Hirsch als Stellvertreter und Jugendleiter, Inge Neubert das Amt des Kassiers und Margit Altenhöfer übernahm weiterhin den Posten der Schriftführerin den Sie seit ca. 1967 begleitete.

25 Jahre Badminton in Iphofen

Das erste Jubiläum

Konnten wir im Jahr 1984 feiern.

Dies im Rahmen eines Turniers mit Mannschaften aus Albertshofen, Regen, Detmold I und II, Veitshöchheim, Hassfurt, Zellingen und Aschaffenburg. Bedingt durch unsere beengten und veralteten Verhältnisse in der Iphöfer Turnhalle musste dieses Turnier in der Mainbernheimer Halle stattfinden.

Die Abendveranstaltung in der „Goldenen Krone“ Iphofen, galt der Ehrung verdienter und langjähriger Spieler. Danach feierten wir mit den anwesenden Gastvereinen bei Musik und Tanz. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung.


1987 Schaffte die 1.Mannschaft den wieder-Aufstieg in die A-Klasse mit den Spielern:

Rainer Hirsch, Hammer Michael, Norbert Winkler, Werner Hack, Sabine Weigand, Maria Hammer

1987/88 erreichte unsere 2. Mannschaft den Aufstieg in die B-Klasse mit den Spielern:

K.-H. Waldow, Reiner Schüll, Achim Winkler, Horst Altenhöfer, MargitAltenhöfer, Edith Seufert

Erfolgreich besuchten wir 1988 ein Turnier in Stockstadt

Die Ausbeute war:

1. Platz Damen-Doppel Margit Altenhöfer/Edith Seufert

1. Platz Herren-Einzel Karl-Heinz Waldow

2. Platz Damen-Einzel Edith Seufert

2.Platz Herren-Doppel K-H. Waldow/Achim Winkler

Ein weiterer Erfolg in einem qualitativ hochwertigem Teilnehmerfeld war in diesem Jahr der 3. Platz unseres Mixed-Paares Norbert Winkler/Sabine Weigand. beim Spessart Cup in Goldbach.

1989 Schon wieder stand eine Jubiläumsveranstaltung an. „30 Jahre Badminton“ das begingen wir mit einem „Gaudi-Turnier“. Alle „ehemaligen“ und aktiven Spieler und Spielerinnen wurden eingeladen. Ein „Ehemaliger“ und Aktiver wurde jeweils zu einer Doppelpaarung zusammen gelost. Im Mittelpunkt stand der Spaß am Sport und die Geselligkeit, das Wiedertreffen mit den alten Sportfreunden. Da diese Veranstaltung so gut angekommen war, fand sie zum 35 Jährigen Jubiläum eine Wiederholung.

1990 - 1997

Neuaufbau der Jugend

In der Grundschule Iphofen wurde Badminton in den differenzierten Sport aufgenommen. Erfreulich für uns, bringt dies unseren Sport doch vielen Jungen und Mädchen nahe und uns hoffentlich stetig Nachwuchs. Nachdem einige Jahre keine Jugend gemeldet werden konnte, starteten wir 1990 wieder mit einer Jugendmannschaft.

In lebhafter Erinnerung ist den Teilnehmern auch die Jugendbildungsfahrt des TSV zum Spitzingsee 1991 geblieben.

1998

Neubau der Karl Knauf Halle

1998 Die neue Halle ist da, pünktlich zu unserem 40jährigen Jubiläum.1999. „Volles Haus“ konnten wir zu unserem ersten Turnier melden. Auf neun Feldern wurde der Spielbetrieb abgewickelt. Unsere Gäste waren Mannschaften aus Traunstein, Regen, Moersch, Sprockhoevel. Neben dem Freundschaftsturnier mit den Gastmannschaften hatten auch wieder die Ehemaligen und ein Teil unserer Aktiven ihr Vergnügen bei einem Spaßturnier. Dem Sportteil schloss sich im Gasthaus „goldener Stern“ der gesellige an. Am nächsten Morgen traf man sich zum gemeinsamen Frühstück und zu einer Stadtführung.

In der neuen Halle konnte nun eine intensive Jugendarbeit geleistet werden. Unserem engagierten Jugendleiter Rainer Hirsch stehen nun genügend Felder zur Verfügung. Auch am Nachwuchs fehlt es nicht. Viele Kinder kommen inzwischen aus Ortsteilen und umliegenden Gemeinden. Nicht nur die Anzahl des Nachwuchses, auch die Spielqualität nahm kontinuierlich zu.

2000 bis ....

Im Jahr 2000 richteten wir unser erstes Kreisranglistenturnier für Schüler und Jugendliche in Iphofen aus. Die reibungslose Turnierabwicklung und familienfreundlichen Preise bei der Bewirtung, brachten uns Anerkennung und viel Lob und von Seiten des Verbandes und den Teilnehmern ein.

An den Ranglistenplatzierung der nun folgenden Jahren,kann man die erfolgreiche Jugendarbeit ablesen.

2001

Schülerturnier Tauberbischofsheim

1.Platz ME Svenja Waldow

3.Platz Mixed Svenja Waldow / Andreas Dorsch

3.Platz HD Dominik Hirsch / Dominik Kaltenborn

2002

Jugendturnier Bad Kissingen

U11 1.Platz ME Elena Hirsch

U13 4.Platz ME Tamara Winkler

Kreisrangliste Sand am Main

U13 2.Platz ME Natascha Hammer (damit Qualifikation zur Bezirksrangliste)

2003

Unterfränkische Einzelmeisterschaften Marktheidenfeld

U13 2.Platz ME Natascha Hammer

U13 2 Platz MD Natascha Hammer / Elena Hirsch

U13 3.Platz MD Tamara Winkler / Laura Seufert

U19 3.Platz HD Martin Endres / T.Billington (Fremdverein )

Kreisranglistenturnier Hassfurt

U11 1.Platz ME Sophia Seufert,

Sophia trat als einziges Mädchen in ihrer Altersklasse an. Sie spielte deshalb bei den U11er Jungen mit und gewann alle Spiele ohne einen Satzverlust.


Fortsetzung folgt.......






Exotischer Ursprung.

Mitte des 19. Jahrhunderts brachten englische Kolonialoffiziere aus Indien ein Spiel nach England, das Poona genannt wurde. 1872 führte man dieses Spiel in Badminton-House vor, dem Landsitz des Duke of Beaufort. Der Landsitz Badminton gab dem Spiel den Namen, unter dem er sich in aller Welt verbreitete. Um die Jahrhundertwende fand das Spiel Freunde über die englischen Grenzen hinaus, zuerst in Ländern, die einst unter englischen Einfluss standen. 1934 gründeten neun Nationen den Weltverband IBF (International Badminton Federation). Der Deutsche Badmintonverband besteht seit 1953. 1954 wurde der Bayerische Badmintonverband (BBV) gegründet, und zwei Jahre später (1956) der Fränkische.




Martin Knupp (Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986) hat das Anforderungsprofil im Badminton auf den Punkt gebracht:

Badminton: der schönste Sport der Welt. Der Ausübende dieser Sportart sollte über....

die Ausdauer eines Marathonläufers,die Schnelligkeit eines Sprinters,die Sprungkraft eines Hochspringers,die Armkraft eines Speerwerfers, die Schlagstärke eines Schmieds, die Gewandtheid einer Artistin, die Geschicklichkeit einer Klöpplerin, die Reaktionfähigkeit eines Fechters, die Konzentration eines Schachspielers, die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters,die Frustrationstoleranz eines Deichbauers, die psychische Härte eines Arktisforschers, die Nervenstärke eines Sprengmeisters, das Planungsvermögen eines Dreibandspielers,die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren, die Besessenheit eines Bergsteigers, sowie die Intuition und Phantasie eines Künstlers verfügen...

Und weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenige gute Badmintonspieler


zurück